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Sprache macht stark! 1.0   (2006-2014)

1. Hintergrund

Entstehung, Pilotierung und wissenschaftliche Begleitung

Das Konzept für Sprache macht stark! wurde 2006/07 in enger Zusammenarbeit zwischen dem MAZEM an der Universität Mannheim und der Stadt Ludwigshafen am Rhein entwickelt und im Rahmen der Offensive Bildung und darüber hinaus erprobt. Seither wurde SMS! in 71 Einrichtungen (Stand Juni 2014) in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz implementiert und kontinuierlich angepasst und verbessert.

Das Sprachförderkonzept Sprache macht stark! für Zwei- bis Vierjährige ist auf die gesamte Kita ausgerichtet und bezieht sowohl Eltern als auch alle pädagogischen Fachkräfte der Kindertagesstätten ein. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie hier: Offensive Bildung: Sprache macht stark (2009).

Sprache macht stark! wurde mehrfach wissenschaftlich begleitet:

Abschlussbericht (2009), herausgegeben von der Stadt Ludwigshafen am Rhein

„EVAS“ – Evaluationsstudie zur Sprachförderung von Vorschulkindern (2010)

Sag' mal was - Sprachliche Bildung für Kleinkinder. Sprachförderansätze: Erfahrungen und Reflexion (2014)

 

 

Sprache macht stark!

 

Von 2006 bis 2014 haben 71 Kitas Sprache macht stark! umgesetzt.

Das Konzept von Sprache macht stark! wurde 2014 grundlegend überarbeitet. Dabei wurden besonders die geänderten strukturellen Rahmenbedingungen in den Einrichtungen berücksichtigt. Das Folgekonzept Sprache macht stark!-Kita-Team schult und berät die pädagogischen Teams individuell für ihre Arbeit in der sprachlichen Förderung und Bildung.
 

2. Aktuelles Konzept 2015

Das aktuelle Konzept Sprache macht stark! Kita-Team ist eine Weiterentwicklung von Sprache macht stark! und reagiert auf den Wunsch vieler Kindertageseinrichtungen, das gesamte Kita-Team in die intensive Beratung und die Qualifizierungsmaßnahmen einzubeziehen.

Weitere Informationen zu Sprache macht stark!-Kita-Team finden Sie auf den folgenden Seiten.

 

3. Stimmen aus der Praxis

Zitat Trägervertreter:

„Sprache ist der Schlüssel zum Bildungserfolg und zur Integration in die Gesellschaft. Zur Eröffnung von Zukunftsperspektiven und Teilhabechancen sind Sprachkenntnisse von grundlegender Bedeu­tung. Dabei erweist es sich als sinnvoll, den Spracherwerb möglichst frühzeitig zu unterstützen, dafür hat das Projekt ein fundiertes Konzept entwickelt. Zudem wird mit dem Projekt Sprache macht stark! eine Brücke geschlagen. Die Sprachförderung setzt mit dem Eintritt in die Kindertagesstätte ein, nutzt also den Übergang in eine neue Lebenswelt zur Etablierung von neuen Alltagserfahrungen, und damit wird von Anfang an eine verbindliche Ebene der Zusammenarbeit von Kindern, Eltern und Kita-Fachkräften ermöglicht und gepflegt. Auf dieser konzeptionellen Grundlage ist die Verankerung sprachlicher Bildung in der täglichen pädagogischen Arbeit vorstellbar, was für uns als Träger von Kindertagesstätten von besonderer Bedeutung ist.“ (Prof. Dr. Cornelia Reifenberg, Beigeordnete für Kultur, Schulen, Jugend und Familie, Stadt Ludwigshafen).


Zitat Einrichtungsleitung:

Sprache macht stark! stellt eine positive Förderung dar, bei der die Kinder ihre sprachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten mit Lust und Freude anwenden und erweitern können, trägt zu einer verstärkten Selbstreflexion des eigenen Sprachverhaltens der Teammitglieder bei und erreicht durch die Teamschulungen sowie die Sensibilisierung jeder einzelnen Erzieherin für ihre eigene Sprache ein wachsendes Bewusstsein und eine Verbesserung der Professionalität unseres Teams.


Zitate von Erzieherinnen:

Sprache macht stark! ist eine gezielte, zusätzliche Förderung,

… die dazu beiträgt, die Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern/Erzieherinnen und Kindern zu stärken,

... die allen Beteiligten viel Spaß macht,

... die das Bewusstsein der Eltern für die Wichtigkeit von Sprache und Kommunikation sensibilisiert,

... die bewirkt, dass die ganze Kita ihre Kräfte und Kompetenzen bündelt, Freude am Sprechen, an Sprache und Kommunikation erzeugt.


Zitate von Eltern:

„Ich bin stolz darauf, welche Fortschritte meine Tochter im ersten Halbjahr bei Sprache macht stark! gemacht hat. Sie hat sich schon einen richtig großen Wortschatz angeeignet und versteht schneller und besser, als ich das erwartet habe.“

„Als sich die Kinder mit dem Thema Wohnung beschäftigt haben, kam die kleine Gruppe mit der Erzieherin zu uns nach Hause, um ganz praktisch zu lernen, welche Gegenstände es da gibt und wie sie heißen. Das macht den Kindern natürlich viel mehr Spaß!“

 

4. Bibliographie

Krempin M., Mehler K., Tracy R. (2009). Sprache macht stark! Ludwigshafen am Rhein: Aviva Beisel GmbH.

Krempin, M., Mehler, K., & Thoma, D. (2011). Implementierung von Sprache macht stark! in ausgewählten Kindertageseinrichtungen in Mannheim. In Baden-Württemberg Stiftung (Hrsg.), Sag´ mal was - Sprachförderung für Vorschulkinder (204-206). Tübingen: Francke.

Lemke V., Kühn S., Long J., Ludwig, G., Messinger, S., Wagner, B. (2007). Sprache macht stark! Konzepttext. Stadt Ludwigshafen am Rhein.

Tracy, R., Lemke, V. (Hrsg.) (2009). Offensive Bildung: Sprache macht stark! Berlin: Cornelsen Scriptor.

Hopp, H., Thoma, D., Tracy, R. (2010). "Sprachförderkompetenz pädagogischer Fachkräfte. Ein sprachwissenschaftliches Modell." ZfE, Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 13(4), 609-629.

Baden-Württemberg Stiftung (Hrsg.) (2014). Sag' mal was - Sprachliche Bildung für Kleinkinder. Sprachförderansätze: Erfahrungen und Reflexion. Tübingen: Francke.