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Weiterbildungen für Jugendhilfeeinrichtungen

"Integrative, alltagsorientierte Sprachförderung/Spracherwerb im UMF-Team"

 

 

Tag 1: Spracherwerb: Prinzipien, Erfolgsfaktoren und Verlaufsformen

Im Zentrum des ersten Fortbildungstages stehen grundlegende Aspekte von Sprache, Spracherwerb und Mehrsprachigkeit. Den TeilnehmerInnen wird ein Grundverständnis des Aufbaus von Sprache, ihrer mentalen Repräsentation und der Sprachentwicklung in Erst- und Zweitsprache vermittelt.

Nach einer Erarbeitung der zentralen Terminologie zu Sprache und Spracherwerb werden die wichtigsten sprachförderrelevanten Entwicklungsschritte im Erwerb des Deutschen als Erst- und Zweitsprache in den Bereichen Lexikon, Grammatik und Kommunikation anhand von Beispielen verdeutlicht. Der Schwerpunkt liegt hier auf dem späteren Erwerb von Deutsch als Zweitsprache, der ab einem Alter von ca. 7 Jahren (oder später) beginnt. Die TeilnehmerInnen erfahren, welche Faktoren den erfolgreichen Zweitspracherwerb beeinflussen.

 

Tag 2: Sprachförderliches Verhalten: Input, Feedback & Monitoring

Am zweiten Tag rücken die Handlungskompetenzen der TeilnehmerInnen in der Sprachförderung in den Mittelpunkt. Anhand von Praxisbeispielen und Übungen werden Einheiten zum eigenen Sprachverhalten, der Schaffung geeigneter Kommunikationssituationen, Grundlagen sprachbereichs- und altersspezifischer sprachlicher Unterstützung und exemplarische sprachförderliche Übungen angeboten. Die TeilnehmerInnen erfahren, wie sie durch ihr eigenes sprachförderlich gestaltetes Sprachverhalten und durch spezifische Feedback- und Monitoring-Methoden Kinder und Jugendliche möglichst effizient beim Erwerb des Deutschen unterstützen können.

 

Tag 3: Interkulturelle Kommunikation: Grundlagen, Strategien, Konfliktmanagement

Im Fokus dieses Fortbildungstages stehen die Zusammenhänge von Sprache und Kultur im Migrations- und Flüchtlingskontext. Anhand der Analyse von praktischen Situationen erarbeiten die TeilnehmerInnen unter fachlicher Anleitung, wie eine respektvolle und erfolgreiche Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen SprecherInnen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund erreicht werden kann. Die TeilnehmerInnen werden im Umgang mit anderen Kulturen in Bezug auf Vorurteile und Stereotype sensibilisiert. Darüber hinaus reflektieren sie ihr eigenes Kommunikationsverhalten in interkulturellen Situationen. Die TeilnehmerInnen erfahren, wie sie Kinder und Jugendliche darin unterstützen können, Sensibilität und Verständnis gegenüber Kulturen, die anders sind als die eigene, aufzubringen und lernen, die eigene interkulturelle Kompetenz weiterzugeben und in Konfliktsituationen deeskalierend zu nutzen.